
Der Komtur, Spross eines verarmten Adelsgeschlechts, hat sein Schloss in ein Hotel umbauen lassen, dessen einen Teil er, seine Tochter Anna und ein ihn porträtierender Maler namens Ottavio bewohnen. Der größere Trakt wird als Nobelhotel geführt.
Don Giovanni, der in der Hotelhalle ankommende Damen zu belästigen pflegt, bewohnt im 1. Stock eine Suite mit Namen "Il Castello". Zerlina, das Zimmermädchen, heiratet nächstens einen Burschen, der im Hause als Gärtner arbeitet. Die Hochzeit wird ihr der Komtur ausrichten. Ottavio ist damit beschäftigt, das Gemälde des Komturs fertig zu stellen; er ahnt schmerzlich, dass Anna den Herren Giovanni näher kennt, was sich ihm bestätigt, als Giovanni die Halle betritt und an der Rezeption seine Zimmerschlüssel holt. Giovanni verlässt die Halle, um in seine Suite hinaufzusteigen. Anna folgt ihm.
Im 1. Stock sieht Giovanni Anna in ihre Suite gehen. Er maskiert sich und betritt ihr Zimmer. Sein Diener Leporello beklagt sich unterdessen über die ungeregelte Arbeitszeit. Da öffnet sich Annas Tür, und sein Herr, von Anna gefolgt, stürmt halb bekleidet heraus. Auf den Lärm hin erscheint Annas Vater, versucht zu schlichten und wird von Giovanni getötet. Anna, die geflohen war, kehrt zurück und findet ihren Vater tot. Vom Mörder fehlt jede Spur.
Donna Elvira, eine Dame aus Burgos, betritt mit ihrer Zofe die Hotelhalle, in der Giovanni und Leporello herumlungern. Die beiden erfahren ungewollt, dass die Dame einem Herren, der ihr die Ehe versprochen hat, nachreist. Großes Erstaunen bei allen, als sich herausstellt, dass jener Herr Don Giovanni ist. Leporello erklärt der Dame, dass er in einer geheimen Liste alle weiblichen Eroberungen seines Herren notiert hat.
Die Hochzeitsgesellschaft tritt mit Zerlinas Bräutigam Masetto ein. Giovanni verspricht Zerlina die Heirat. Donna Elvira tritt dazwischen. Giovanni aber lädt die ganze Gesellschaft samt Masetto zu sich ein. Anna und Ottavio bitten ausgerechnet Giovanni, ihnen bei der Suche nach dem Mörder des Vaters zu helfen. Giovanni sagt seine Hilfe zu und verabschiedet sich von Anna mit einem Handkuss. An diesem Kuss erkennt Anna, dass Giovanni der gesuchte Mann ist. Ottavio verspricht ihr, ihn der Tat zu überführen. Masetto ist über den Verlauf seines Hochzeitstages verzweifelt und macht Zerlina bittere Vorwürfe. Doch Zerlina versteht es, Masetto erneut für sich zu gewinnen, und indem sie ihn in einen Schrankkoffer sperrt, erklärt sie ihn zu ihrem Eigentum! Au dem Fest für die Hochzeitsgesellschaft wird schnell klar, worum es Giovanni geht: Seine Diener halten ihm das Volk vom Leibe und drängen es schließlich nach einem schnellen Drink hinaus: "Vivat la libertà." Giovannis erneute Bemühungen um Zerlina enden in einem Eklat drei verkleidete Gäste geben sich als Anna, Elvira und Ottavio zu erkennen. Ottavio schießt auf Giovanni, Leporello kann die Katastrophe gerade noch verhindern. Giovanni flieht.
In der nächtlichen leeren Hotelhalle trifft Giovanni auf Leporello, der ihn verlassen will, was Giovanni aber durch ein großzügiges Geschenk verhindert. Elvira, die in der Halle umherirrt, wird übel mitgespielt. Sie hält den verkleideten Leporello für Giovanni und folgt ihm auf sein Zimmer. Masetto und seine Freunde sind auf der Suche nach Giovanni, um sich an ihm zu rächen. Er aber gibt sich als Leporello aus. Masetto bezahlt seinen Irrtum mit einer Tracht Prügel. Leporello, als Giovanni verkleidet, versucht im dunklen Gang des 1. Stocks der liebestollen Elvira zu entkommen. Anna und Ottavio treten aus einem Zimmer, während Leporello Masetto und Zerlina in die Arme läuft. Von allen Seiten umstellt, gibt er sich zu erkennen und klagt, dass Giovanni auch ihn hereingelegt habe.
In der Hotelhalle wurde unterdessen am Bild des Komturs eine Inschrift angebracht: "Ich harre hier der Rache an jenem Verbrecher, der mir das Leben raubte". Hier stoßen Giovanni und Leporello auf der Flucht vor Verfolgern im Dunkeln aufeinander. Beim Lesen der Inschrift beginnt das Bild zu sprechen. Zynisch antwortet Giovanni mit einer Einladung zum Dinner. Das Bild nimmt die Einladung an; Giovanni und Leporello laufen voller Schrecken davon.
Während des Abendessens erscheint Elvira: jetzt erkennt sie den "wahren" Giovanni: einen Wüstling, der am Ende seiner "Karriere" angekommen ist. Unheimliches Klopfen aus dem Bild des Komturs verbreitet allgemeinen Schrecken. Fast wahnsinnig vor Angst, reißt Giovanni das bild aus dem Rahmen. Dahinter ist... nichts! Die Stimme fordert Giovanni zu Reue und Buße auf. Giovanni lacht den Komtur aus. Als dieser sich verabschiedet, bleibt ein von Visionen und heimgesuchter wahnsinniger Giovanni zurück. Die Gäste, im Glauben, nun sei alles zu Ende, reisen ab. Aber sie irren sich: Ein Giovanni kehrt immer wieder...
EUR 52,70-92,30
Hamburgische Staatsoper
19+22+26.01.2010
13+20.02.2010
2.03.2010
19:00